Ein Interview mit mir!

August 24, 2007 | geschrieben unter Veröffentlichungen | Anmerkung schreiben 

Peter Brauers hat mich für seine Internetcommunity “www.diggis-hochzeitsforum.de” und sein kommendes Hochzeitsbuch interviewt, nachzulesen hier.



Das Model-Lexikon

August 16, 2007 | geschrieben unter Fotomodels | Anmerkung schreiben 

Hier ein kleines Begriffslexikon für zukünftige Models. Alle Einträge sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne meine Zustimmung auf anderen Webseiten oder anderen Medien verbreitet werden.

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Ad/Advertising Englisches Wort für Werbung
Agentur Zwar gibt es auch Modelle, die sich selbst vermarkten, aber die meisten Modelaufträge werden doch über Agenturen vermittelt. Die richtige Agentur zu finden ist nicht ganz leicht. Neben einer Hauptagentur sind die meisten Models auch in Nebenagenturen vertreten, oft Spezialisten oder regional tätige Firmen. Seriöse Agenturen erkennt man unter anderem daran, dass sie immer ein persönliches Vorstellungsgespräch führen.
Base/Basis Der Wohnort des Models, auch Wohnmöglichkeiten in anderen Städten zählen dazu.
Beautyshot Meist Aufnahmen des Gesichts, die ein Make-Up oder Hairstyling zeigen. Sehr gute Haut ist eine Grundvoraussetzung, um in diesem Bereich gebucht zu werden.
BFF Bund freischaffender Fotodesigner, ein Verband von Werbefotografen, stellt u.a. Vertragsvorlagen zur Verfügung
Book/Buch siehe Modelbook
Booker Dein Ansprechpartner in der Modelagentur. Dein Booker kümmert sich um Tests, Go-Sees und Aufträge. Er stellt Dein Modelbook zusammen und stellt Dich potentiellen Kunden vor. Halte immer guten Kontakt zu Deinem Booker.
Buchungsbestätigung Eine Buchungsbestätigung wird bei größeren Jobs verwendet, um einen Vertrag nochmals abzusichern.
Buchungsreglement Damit sind die Inhalte des Modelvertrags gemeint
Bundesanstalt f. Arbeit (BfA) Bis vor einigen Jahren mußten Fotomodellagenturen eine Erlaubnis der BfA haben. Noch heute werben Agenturen mit der BfA-Erlaubnis, da es für eine gewisse Seriösität steht.
Brust/Bust Der Brustumfang, gemessen an der stärksten Stelle der Brust.
Casting Ein Casting ist ein Auswahlverfahren, normalerweise für einen bestimmten Job. Für TV und Werbung werden fast immer Castings gemacht, für andere Jobs reichen oft auch Sedcard und Modelbook.
Catwalk Englisches Wort für Laufsteg – die Bühne bei Modenschauen.
Compcard/Composite Card In den USA gebräuchlicher Name für die Sedcard.
Designer/in Designer sind Gestalter. In der Modelwelt sind natürlich die Modedesigner gemeint, die sich Saison für Saison neue Trends ausdenken. Bei Modenschauen und Fotoshootings
Dessous = Unterwäsche. Es gibt spezielle Dessous-Models.
Digitalaufnahme Bei Digitalaufnahmen wird das Bild von der Kamera direkt als computerlesbare Datei aufgezeichnet. Der Umweg über einen chemischen Film entfällt damit.
Digitalisierung die Aufbereitung eines Papierbilds oder Film für die EBV
Elektronische Bildverarbeitung/EBV Sammelbegriff für die Verarbeitung und Aufbereitung von Bildern am Computer. Grundfunktionen der EBV sind z.B. Farbkorrekturen, Ausschnittveränderungen und ähnliches. Veränderungen des Bildinhaltes bezeichnet man als Retusche, Manipulation oder Verfremdung.
Editorial Eigentlich die Bezeichnung für den Leitartikel einer Zeitschrift. In der Model- und Fotowelt ist die Arbeit für redaktionelle Zwecke gemeint.
Fashion engl. Wort für Mode
Fashionshot Fashion- oder Modefotografie unterliegt wie kein anderer Fotostil den aktuellsten Trends. Als Model sollte man daher immer up to date sein, um die angesagte Ästhetik rüberzubringen, zum Beispiel durch das Lesen von Modezeitschriften.
Festbuchung
Fotomodell siehe Model
Fotomontage Ein Bild, welches aus mehreren Einzelbildern zusammengesetzt wird, früher in der Dunkelkammer, heute am Computer.
Fotostrecke Eine Sequenz von Bildern, die einen inhaltlichen Zusammenhang haben oder sogar eine ganze Geschichte darstellen.
Free Test siehe Test
Freie Arbeit Fotografen fertigen neben ihren Auftragsarbeiten auch freie Arbeiten an. Dabei werden gerne neue Techniken und Stile ausprobiert, oder aus rein künstlerischem Interesse gearbeitet. Als Model für freie Arbeiten bekommt man meist gar kein oder nur geringes Honorar, dafür sind die entstehenden Bilder oft aber eine interessante Bereicherung für das Modelbook.
Freigabeerklärung siehe Model Release
Glamour Ein Fotostil, bei dem aufwendiges Makeup und Styling häufig mit erotischen Elementen kombiniert wird.
Go-See Gute Agenturen vereinbaren regelmäßig Termine bei Fotografen und Kunden, bei denen sich die Modelle vorstellen können. Im Gegensatz zu Castings geht es bei einem Go-See aber nicht um konkrete Aufträge, sondern um ein erstes Kennenlernen.
Hausmodel Ein Hausmodel ist fest bei einem Designer angestellt. Man unterscheidet zwischen Model für Kollektionsanprobe und Showroom-Model.
Hâute-Couture Darunter versteht man handgearbeitete Einzelstücke der großen Designer, die auf den Schauen in Paris oder Mailand präsentiert werden. Sie sind weniger zum Verkauf gedacht, sondern sollen Aufmerksamkeit für die “normalen” Kollektionen wecken.
Honorar
Hüfte/Hip Der Hüftumfang, gemessen an der stärksten Stelle der Hüfte.
Job
Kids
Kleinbild/KB Das meistverbreitete Filmformat, wird auch von Profis dort benutzt, wo es auf Schnelligkeit ankommt, zum Beispiel Reportage und Mode.
Komparse Komparsen werden auch als Statisten bezeichnet. Es handelt sich um textlose Nebenrollen in TV- oder Kinofilmen. Die Verdienstmöglichkeiten sind ziemlich bescheiden.
Label Marke, hier speziell Modemarke. Bekannte Labels sind z.B. Dolce & Gabbana, Chanel oder Dior.
Ladies Dies ist die Bezeichnung für weibliche Models ab etwa 30-35. Ladies werden für entsprechende Damenmode gebucht, sind aber auch in der Werbung gefragt.
Laienmodell Als Laienmodell bezeichnet man Models, die nur gelegentlich in diesem Beruf tätig sind.
Laufen Das richtige Laufen auf dem Catwalk erfordert Übung. Versuche auf einer imaginären Linie zu gehen, immer ein Bein vor das andere. Schultern nach hinten, Brust raus, Bauch rein für die Haltung.
Laufsteg Deutsche Bezeichung für den Catwalk.
Lookbook So nennt man Kataloge von Bekleidungsfirmen, die nicht für das Publikum, sondern den Fachhandel gedacht sind.
Make-Up
Mannequin Französischer Name für Model. Oft auch für Laufstegmodelle als Unterscheidung zu Fotomodellen benutzt.
Maße
Mehrwertsteuer siehe Umsatzsteuer
Miss-Wahl Einige bekannte Models sind aus Miss-Wahlen hervorgegangen. Vielleicht ist das der Grund, warum diese Veranstaltungen immer noch so beliebt sind. Die Wirklichkeit sieht leider oft nicht so schön aus und kann auch aus Autohaus-Eröffnungen und Auftritten in Dorfdiscos bestehen.
Mittelformat/MF Filmformat zwischen Kleinbild und Großformat. Häufig in der Werbefotografie verwendet.
Modedesigner/in siehe Designer/in
Model
Model Release Personenbilder dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten veröffentlicht werden. Daher muß ein Model der Verwertung der gemachten Aufnahmen zustimmen.
Modelbook Das Modelbook ist die Bewerbungsmappe eines Fotomodells. Es wird von der Agentur oder dem Model mit großer Sorgfalt zusammengestellt. Meist handelt es sich um Ringbücher im Format A4 oder 24×30 (z.B. von Prat).

Ganz vorne sollte ein aktuelles Portrait sein, danach folgen Mode, Beauty, Extras wie Schmuck, Bodyshots und schließlich Jobs. Auch eine gute Fotostrecke darf ins Book. Mehrere Fotos vom gleichen Motiv sollte man jedoch vermeiden.

Modestrecke Modefotos werden oft nach einem Konzept erstellt und erzählen eine kleine Geschichte. Dies bezeichnet man als Strecke.
Modezeitschriften Jedes Model sollte regelmäßig Modezeitschriften lesen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Eine kleine Auswahl wichtiger Magazine:

Vogue
Cosmopolitan
Deutsch
I.D.
Tush

Namensnennungsrecht Fotografen steht die Nennung ihres Namens unter jedem veröffentlichten Bild zu.
Newcomer Neue Models mit wenig bis keiner Erfahrung werden Newcomer genannt
New Face siehe Newcomer
Option/Optionsbuchung Eine Optionsbuchung wird ausgesprochen, wenn ein Model für einen Job reserviert werden soll, aber aus unterschiedlichen Gründen noch nicht fest unter Vertrag genommen werden kann. Optionen sind innerhalb einer gewissen Zeit frei oder gegen Zahlung einer Optionsgebühr auflösbar.
Payshooting Bezeichnung für ein Fotoshooting, bei dem entweder das Model oder der Fotograf bezahlt werden. Der Ausdruck ist besonders im Amateurlager verbreitet. Bei professionellen Fotoshootings steht meistens ein Kunde hinter dem Auftrag, und daher spricht man dort eher von einem Job.
People-Model So nennt man in der Modelwelt die “Typen von der Straße”, Leute mit normalen Körpermaßen und durchschnittlichen Gesichtern. People-Models werden für TV und Werbung gesucht.
Plus-Size Models mit Übergrößen bezeichnet man als Plus-Size.

Plus-Size Model FriedaPlus-Size Model Frieda

Prêt-a-Porter Im Unterschied zur Hâute-Couture bezeichnet Prêt-a-Porter gebrauchsfähige, in Standardgrößen hergestellte Kollektionen.
Recht am eigenen Bild Man darf zwar jede Person fotografieren, darf die Bilder aber nur veröffentlichen, wenn die abgebildete Person dem zugestimmt hat. Dies wird durch das “Model Release” geregelt. Im Allgemeinen genügt aber auch der Nachweis einer Bezahlung des Models, um von einem Einverständnis zur Veröffentlichung auszugehen. Ein Model Release kann im Nachhinein nicht zurückgezogen werden.
Redakteur/in Was der Kunde in der Werbung ist, ist der Redakteur bei Aufträgen von Zeitschriften. Redakteure können Models sehr bekannt machen, daher sollte man immer guten Kontakt zu ihnen halten.
Retusche Retusche bezeichnet die nachträgliche Veränderung des Bildes. Dabei werden z.B. Hautunreinheiten beseitigt. Digitale Veränderung von Bildern, z.B. einmontieren eines anderen Hintergrunds, bezeichnet man auch als Compositing.
Scanner
Sedcard
Studio Gemeint ist hier das Fotostudio. Es gibt die unterschiedlichsten Typen, vom kleinen Portraitstudio bis zu riesigen Aufnahmehallen, in die ganze LKW-Kolonnen reinpassen. Viele Fotografen bevorzugen ein eigenes Studio, aber in größeren Städten gibt es auch Mietstudios, die nur für den jeweiligen Job gebucht werden.
Stylist/in
Subunternehmer
Taille/Waist Der Taillenumfang, gemessen an der schmalsten Stelle der Taille.
Tele Ein Teleobjektiv zeigt einen kleineren Bildwinkel als das menschliche Auge, dadurch wird das Motiv näher herangeholt. Teleobjektive haben einen relativ kleinen Schärfebereich, so dass man den Hintergrund leicht in Unschärfe verschwimmen lassen kann. Außerdem werden Gesichter verflacht, so kann man z.B. eine große Nase dadurch kleiner wirken lassen.
Test Ein Test ist ein Fotoshooting, welches ohne Kundenauftrag erstellt wird. Die meisten Fotografen arbeiten bei Tests zu reduzierten Preisen, so dass Models die Möglichkeit haben, für einen sehr geringen Unkostenbeitrag an gute Fotos zu kommen.
TfP Time for Prints, oder auch Time for CD’s. Hier bekommt das Model kein Geld, sondern Bilder, die es für die Mappe nutzen kann.
Umsatzsteuer Models sind selbstständige Unternehmer und können somit der Umsatzsteuerpflicht unterliegen. Wer nebenbei modelt, kann sich auf Antrag von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. Es empfiehlt sich eine Beratung vom Steuerberater.
Urheberrecht
Velma Ein Verband von Fotomodellagenturen. Die Mitgliedschaft in der Velma gilt als Qualitätssiegel. Allerdings sind auch nicht alle Top-Agenturen in der Velma vertreten und es gab auch schon Probleme mit Velma-Agenturen.
Vertrag Ohne Vertrag sollte man niemals ein Fotoshooting machen. Der Vertrag ist für beide Seiten von Vorteil. Er regelt die Beziehungen zwishcen Fotomodell und Fotograf und sorgt für klare Verhältnisse.
Weitwinkel Ein Weitwinkelobjektiv zeigt einen größeren Bildwinkel als das menschliche Auge. Dadurch erscheinen Objekte kleiner als in Wirklichkeit. Objekte im Vordergrund werden stark verzerrt. Nasen werden deutlich vergrößert abgebildet.
Werbung Werbung ist der Hauptmotor der kommerziellen Fotografie. Für Models ist wichtig zu wissen, dass in der Werbung auch Typen gefragt sein können, die nicht den typischen Modelmaßen oder Schönheitsideal entsprechen.
Wettershooting Ein Wettershooting (Wetterbuchung) wird gemacht, wenn das Shooting nur bei den gewünschten Wetterbedingungen möglich ist. Daher sind kurzfristige Absagen und Terminverschiebungen möglich. Für Wettershooting werden natürlich Models bevorzugt, die in der Nähe der Shootinglocation wohnen.

Autor: Sascha Moll