Musik für Hochzeitsvideos

Ich werde oft gefragt, woher die Musik für meine Hochzeitsfilme kommt. Klar ist: einfach den aktuellen Hit von Beyoncé oder Lady Gaga unterlegen, geht nicht. Und das keineswegs wegen der Gema-Gebühren, die dann zweifellos fällig wären. Ein Musikstück mit einem Filmwerk zu verknüpfen, bedeutet nämlich eine Bearbeitung, die einer besonderen Erlaubnis des jeweiligen Urhebers bedarf. Und die ist kaum zu bekommen.

Bekannte und selbst halbwegs bekannte Künstler scheiden somit als Quelle für Filmmusik aus.

Aber wo kein Kläger… Nun, eine Abmahnung ist teuer. Noch häufiger kommt es aber zur Sperrung des Benutzerkontos bei Youtube, Vimeo & Co, und das kann für einen Videografen noch weitaus schlimmere Konsequenzen haben.

Gebraucht wird also Musik, die man unkompliziert lizensieren kann. Wer keinen Komponisten im Bekanntenkreis hat, kann dafür auf eine Reihe von Stock-Agenturen zurückgreifen, bei denen man entweder einzelne Lizenzen erwerben kann oder im Rahmen eines Abonnements Zugriff auf eine ganze Musikbibliothek hat. Die Preise starten bei etwa 15€ pro Musiktitel oder Monat.

Die Qualität der angebotenen Musik ist schwankend. Von langweiligem Hintergrundgedudel bis hin zu aufstrebenden Indie-Rock-Bands ist alles dabei.

Einige Anbieter, bei denen auch ich Kunde bin oder war:
www.triplescoopmusic.com
www.themusicbed.com
www.premiumbeat.com
www.audiojungle.net
www.artlist.io

Ich habe für mich aber festgestellt, dass die Suche nach passenden Musikstücken auf diesen Plattformen außerordentlich langwierig ist. Und hat man endlich einen tollen Song gefunden, wird man den bald auch in vielen anderen Hochzeitsfilmen hören.

Daher gehe ich jetzt meinen eigenen Weg und produziere meine Soundtracks (weitgehend) selbst. Okay, ich übe noch 🙂 Aber ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis ich den ersten Hochzeitsfilm mit selbst komponierter und produzierter Musik veröffentlichen kann!

Was braucht man, um eigene Filmmusik zu kreieren?

Eines vorweg: ich kann zwar ein wenig auf der Gitarre klampfen, bin aber weder sonderlich musikalisch noch habe ich eine wirkliche Instrumentenausbildung genossen. Zum Glück kann mit der modernen Technik wirklich jeder Songs schreiben!

Was braucht man also nun dafür?

  1. Einen Computer
  2. Eine DAW (Digital Audio Workstation)

Eine DAW ist die Software, in der alles zusammenläuft. Mit der DAW können wir akustische Instrumente und Gesang aufnehmen und mixen und virtuelle Instrumente einbinden und programmieren. Ich habe mich für „Cubase“ entschieden. Cubase bringt bereits eine Auswahl an virtuellen Instrumenten und Komponierhilfen mit, so dass man sofort loslegen kann.

Allerdings ist die Eingabe von Akkorden und Tönen mittels der PC-Tastatur etwas mühselig. Darum habe ich mir noch ein Midi-Keyboard zugelegt. Midi ist eine Standard für die Steuerung von elektronischen Instrumenten. Ich habe mich für das „Komplete Kontrol S“ entschieden. Es ist klein genug, um auf dem Schreibtisch zu wohnen und bietet verschiedene Spiel- und Komponierhilfen an. Vor allem ist es perfekt auf „Komplete Ultimate“ abgestimmt, eine Sammlung von virtuellen Instrumenten, die die ganze Bandbreite an musikalischen Stilrichtungen abdeckt. Insbesondere bietet „Komplete Ultimate“ wunderbare Orchestersets an – für Filmmusik unverzichtbar.

 



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