Equipment

50% meiner Hochzeitskunden interessieren sich gerne für die Technik, die ich einsetze – ratet mal, welche 50%  😉

Und ja, die Technik ist gar nicht so nebensächlich. Hochwertiges Equipment schafft noch keine besseren Bilder, aber in manchen Fällen die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Bilder gemacht werden können. Ohne lichtstarke Kameras gibt es keine stimmungsvollen Bilder in dunklen Kirchen. Ohne großformatige Sensoren mit hohem Kontrastumfang bekommt man keine ausgewogenen Bilder bei starker Sonne, und ohne eine Portion Extralicht kann man keine trüben Tage aufhellen.

Für alle Technikfreaks ist hier eine kleine Liste meines hauptsächlich genutzten Equipments. Natürlich benutze ich nie alles auf einmal. Aber ich bin gerne für alles gerüstet.

Kameras:

Sony a7III – die Neue. Eine großartige Allround-Kamera der allerneuesten Generation. Ich besitze gleich zwei davon. Wenn ich fotografiere, ist auf jeder

DJI Mavic Pro: die fliegende Kamera. Meine Kameradrohne kann sowohl fotografieren als auch filmen, und ist so kompakt, dass sie immer dabei und innerhalb von 2 Minuten startklar ist.

Sony PXW-Z90: ein kompakter Profi-Camcorder mit großem 1″-Sensor im Super 16-Format. Sie dient meistens als unbemannte Zweit- oder Drittkamera, weil sie stundenlang ohne Akkuwechsel aufnehmen kann und dabei mehrere Mikrofone trägt.

Polaroid Land Camera – eine Sofortbildkamera aus dem Jahr 1966. Leider gibt es keine neuen Filme mehr, aber ich habe noch einige Restbestände und mache auf jeder Hochzeit ein paar Aufnahmen mit dieser ganz besonderen Kamera.

Pentax A110 – ebenfalls eine ganz besondere Kamera: eine Pocketkamera in Spiegelreflextechnik aus den 1970ern.Bilder aus dieser Kamera erzeugen einen ganz einzigartigen „Low-Fi“-Look.

Yashica TLR – diese Kamera stammt aus dem Jahr 1970. Zu der Zeit galt sie bereits als altmodisch, denn es handelt sich um eine zweiäugige 6×6-Kamera. Ich nutze diese Kamera gerne für einige Schwarzweißfotos. Aufgrund des quadratischen Formats und der ungewöhnlichen Handhabung kommen aus dieser Kamera ganz besondere Bilder.

Objektive:

Ohne gute Optik nützt die beste Kamera nichts. Ich habe meine Kameratasche in letzter Zeit etwas ausgemistet und beschränke mich nunmehr auf das Wesentliche:

Zeiss Batis 25mm/2.0: eine lichtstarke Weitwinkel-Festbrennweite höchster Qualität und eines meiner beiden Standardobjektive, die ich als Hochzeitsfotograf immer schußbereit bei mir habe.

Zeiss Batis 85mm/1.8: das Tele-Gegenstück zum 25er. Das 85mm ist die ideale Portraitbrennweite und ebenfalls eines meiner beiden Standardobjektive, das immer schußbereit an einer Kamera hängt.

Sony FEL50mm/2.8 Macro 1:1: die Normalbrennweite, aber als Macroobjektiv eher ein Spezialist für Aufnahmen von den Ringen, Schmuck und anderen Hochzeitsdetails.

Sigma 8mm/2.8 Fisheye: dieses Objektiv darf nie fehlen, auch wenn man es nur für wenige Effekte einsetzen kann. Aber die kreisrunden Bilder sind so etwas wie mein Markenzeichen geworden.

Sony 16-35/4.0: ein Ultra-Weitwinkel im Vollformat. Dieses Objektiv nutze ich auf Hochzeiten vorwiegend zum Filmen mit dem Schwebesystem, wo der Weitwinkel-Effekt besonders gut aussieht.

Sony 28-135/4.0: dies ist mein Cine-Objektiv. Ein dicker Brummer mit Motorzoom, speziell für Filmaufnahmen konstruiert.

Daneben habe ich noch einige ältere Objektive aus Analog-Zeiten. An der Sony a7 kann man so ziemlich jedes jemals gebaute Kleinbild-Objektiv verwenden.

Licht:

Manche Hochzeitsfotografen behaupten von sich, sie seien reine „Available-Light“-Fotografen, arbeiten also nur mit dem vorhandenen Licht. Aus technischer Sicht ist es heutzutage kein Problem, bei vorhandenem Licht zu fotografieren. Aus gestalterischer Sicht ist das aber eine massive Einschränkung. Denn das vorhandene Licht ist meistens einfach nicht optimal. Es ist an der falschen Stelle, kommt aus der falschen Richtung, ist zu stark oder zu schwach, zu hart oder zu weich – irgendwas ist immer.

Ich fotografie oft mit vorhandenem Licht – immer dann, wenn Blitzlicht stören würde, zum Beispiel in der Kirche. Aber wenn es nicht stört, etwa beim Portraitshooting, setze ich das Licht so wie es für das Bild am besten ist. Fotografie bedeutet nämlich: mit Licht gestalten.

Blitzlicht:

Profoto B1: diese Geräte lösten eine kleine Revolution im Fotomarkt aus. Akkubetriebene Blitzgeräte in Studioqualität mit TTL-Belichtungssteuerung gab es vorher nicht. Mit diesen Geräten ist es möglich, überall und jederzeit Bilder in perfekter Lichtstimmung zu machen. Zur Zeit habe ich zwei davon. Gesteuert werden sie über einen Funksender auf der Kamera.

Nissin Di700: kleine Aufsteckblitze, die auch funkgesteuert von der Kamera getrennt aufgestellt werden können. Meine Nothelfer, wenn die schweren Profotos zu groß wären.

Dauerlicht:

Zum Filmen reicht in der Regel das vorhandene Umgebungslicht. Der Lichtkoffer kommt daher nur selten zum Einastz.
Lykos Bicolor LED: neu im Lichtkoffer, drei Manfrotto Lykos Bicolor Lampen. Akku- und Netzbetrieben und erstaunlich hell.

Lichtformer:

Wenn man im Freien fotografiert, ist meistens genug Licht da, nur nicht immer an der richtigen Stelle oder im richtigen Winkel. Mit großen Reflektoren, Diffusoren und Abschattern sorgt mein Assistent beim Portraitshooting je nach Wunsch für eine schmeichelhafte oder eher dramatische Beleuchtung.

Sunbouncer: in 3 verschiedenen Größen vorhanden, reflektieren unsere Sunbouncer je nach Situation das Sonnenlicht an die gewünschte Stelle, hellen Schatten auf oder schaffen welche. An trüben Tagen sorgen sie für konturiertes Licht, an sonnigen Tagen helfen sie, das Licht weicher zu machen.

Sunswatter: das große Sonnensegel kommt an sonnigen Tagen zum Einsatz, wenn weit und breit kein Schatten vorhanden ist. Für Fotoshootings am Strand ist dieses Gerät, dass dem Fotoassistenten einiges an Übung und Kraft abverlangt, unverzichtbar.

Beauty-Dish: ein kreisrunder Reflektor, der auf meine Profoto-Blitze passt und eine wunderbare künstliche Sonne erzeugt.

Softboxen und Schirme: wir haben immer ein schmales Striplight dabei, um effektvolle Lichtkanten zu produzieren, und Schirme in verschiedenen Größen, um angenehmes weiches Licht aus den Profoto-Blitzen zu erhalten.

Ton

Hochzeitsfilme leben vom guten Ton. Dafür ist einiges an Aufwand notwendig.

Kameramikrofone: kompakte Richtmikrofone, die direkt auf der Filmkamera sitzen, bilden die Basis der Tonaufnahme. Bei anderen Hochzeitsfilmern ist das oft schon alles, was in Sachen Ton gemacht wird.

Ansteckmikrofone: kennt man aus dem Fernsehen. Miniatur-Mikrofone, die unauffällig am Jackett befestigt werden und den Ton per Funk an die Kamera übertragen. Für die Braut haben wir sogar ein weißes Mikrofon.

Richtmikrofon: mit Tonangel, Korb und „toter Katze“ kann unser professionelles Film-Mikrofon selbst aus größerer Entfernung und bei starkem Wind eine gute Tonqualität liefern. Wir setzen es gerne ein, um spontane Redebeiträge oder Interviews aufzunehmen.

Adapter & Verteiler: oftmals gibt es schon Mikrofonanlagen vor Ort, etwa in der Kirche oder vom DJ. Um diesen Originalton abzuzapfen, haben wir eine ganze Kiste voller Stecker, Adapter und Verteilerkabel dabei.

Externe Aufnahmegeräte: Für die ganzen Mikrofone ist gar kein Platz an den Kameras. Daher benutzen wir externe Rekorder, die auch eingebaute Mikrofone haben und somit noch eine weitere Tonspur zur Sicherheit aufnehmen, um etwa im Falle einer Funkstörung ein Backup zu haben.

Support

Den größten Teil der Hochzeitsbilder fotografiere ich aus der Hand.

Zwar kann man auch aus der Hand filmen, aber das lässt den Film unruhig wirken. Daher nutze ich einige Hilfsmittel:

Zhiyun Crane: dies ist kein Kran, sondern ein kleines Handstativ mit eingebauter Stabilisierung. Damit kann ich bei laufender Filmkamera gehen, ohne dass es zu Verwackelungen kommt.

Die Zweit- und Drittkameras stehen auf Stativen, die ich in unterschiedlicher Größe dabei habe.

Gelegentlich verwende ich auch den Edelkrone Slider Plus, den ich Vollausstattung mit Motion & Target Control habe. Der Slider ermöglicht wiederholbare Kamerafahrten.

Kamerakran: nein, das würde auf einer Hochzeit wirklich zu weit gehen 🙂 Ich habe aber einen kleinen Kran, den ich gelegentlich bei Engagement-Filmen benutze.

Kleinkram

Zugegeben, das alles ist schon ganz schön viel. Damit man aber wirklich arbeiten kann, kommt noch eine Menge Kleinkram dazu. Nebenbei bemerkt, geht dieser Kleinkram ganz gehörig ins Geld 🙂

Zunächst Speicherkarten – davon brauchen wir eine Menge! Bei einer reinen Foto-Hochzeit kommen leicht 40 Gigabyte an Rohdaten zusammen. Kommt noch Film dazu, werden es schnell über 200 Gigabyte. Noch während der Hochzeit machen wir Backups der Daten auf externe Festplatten. Somit gehört auch ein Laptop ins Gepäck.

Dazu kommen die ganzen Taschen, Koffer, Tragegurte, ein Rollwagen um alles zu transportieren und natürlich ein geräumiges Auto.

Jede Menge Ersatzakkus und Reinigungstücher werden benötigt, Klebeband, Sicherheitsnadeln, Taschentücher, Wasser, Bananen, Notizblock, Smartphone, Ersatzhemd, wichtige Telefonnummern, Routenplaner, Gästeliste – eine Hochzeit benötigt einiges an Vorbereitung!

Um aus den Aufnahmen fertige Bilder und Filme zu machen, habe ich natürlich noch ein Büro, einen leistungsstarken Computer und professionelle Software.

Wer nun auch Hochzeitsfotograf werden möchte und wissen möchte, wieviel so eine Ausrüstung kostet: rund 50.000€.



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